Meinesgleichen

Wolfgang Fellner, der Medientäter als Medienopfer

Falter & Meinung | aus FALTER 08/13 vom 20.02.2013

Viel Unrecht geschieht auf der Welt. Gott sei Dank wehren sich manche, denen Unrecht geschieht. Wenn sich Wolfgang Fellner wehrt, heißt das Retorsionsjournalismus und geht so: "Offenbar aus Rache dafür, dass Österreich vor kurzem den Druckvertrag mit dem Falter beendet hat und sich der Falter eine neue Druckerei suchen musste, veröffentlichte das (…) Blättchen letzte Woche eine Absurd-Geschichte. Inhalt: Die Justiz ermittle gegen Österreich-Herausgeber Wolfgang Fellner wegen eines Immobilien-Deals rund um ein Bürohaus der Immofinanz.“ Die "Sudel-Story“ des Falter verschweige, dass die Justiz das Verfahren eingestellt habe.

Die völlig korrekte Geschichte von Florian Klenk verschwieg das natürlich nicht. Fellner will uns klagen, wir werden gewinnen. Erfreulicherweise gibt er nun zu, Begünstigter jener "Medienprojekte-Stiftung“ gewesen zu sein, die ein Haus in der Geiselbergstraße kaufte, zum gleichen Preis wieder an die Immofinanz verkaufte und dabei rund drei Millionen Euro einstrich. Wolfgang Fellner wird im zitierten Akt geführt. Auch in eingestellten Verfahren kann ermittelt werden, man kann sie sogar wieder aufnehmen.

Österreich hatte nie einen Druckvertrag mit uns, konnte ihn also nicht beenden. Die Goldmann Druck AG meldete 2011 Insolvenz an. Danach suchten wir einen anderen Drucker. Ob wir es überleben, von WoFe journalistische Sittenwidrigkeit vorgeworfen zu bekommen? Unmäßiges Lachen kann nämlich die Gesundheit gefährden.


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