Kommentar Wirtschaft

Niedrige Zinsen sind gut für Wirtschaft und Einkommensverteilung

Markus Marterbauer | Falter & Meinung | aus FALTER 08/13 vom 20.02.2013

Der Zinssatz am Sparbuch ist so niedrig wie nie, er beträgt gerade ein Dreiviertelprozent. Selbst wenn man dem Staat für mehr als zehn Jahre Geld borgt, bekommt man nur zwei Prozent jährlich, gerade einmal so viel, wie die Inflation wieder wegfrisst. Mit Sparen ist also zurzeit nichts zu verdienen. Das ist auch gut so. Und daran wird sich vorläufig auch kaum etwas ändern.

Europa steckt nach wie vor mitten in der von Banken und Finanzmärkten ausgelösten Wirtschaftskrise, die sich in tiefer Rezession, Massenarbeitslosigkeit und hohen Staatsschulden äußert. Die EU verschlimmert die Krise mit ihrem Sparkurs nur noch mehr - anstatt erfolgreich aus ihr herauszuwachsen. Dazu könnten niedrige Zinsen für Staaten, Unternehmen und Haushalte beitragen, denn nur dann ist der Anreiz zum Investieren größer als zum Sparen.

Vor allem die Zinssätze für Staatsanleihen in Spanien, Italien, Irland, Portugal und Griechenland müssten noch weiter sinken, etwa indem die Europäische Zentralbank endlich

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