Abschied von Amazon

Politik | Recherche: I. Brodnig, N. Horaczek, B. Tóth, W. Zwander | aus FALTER 08/13 vom 20.02.2013

Das Online-Warenhaus Amazon steht am Pranger. Wo wir mit gutem Gewissen im Netz einkaufen können

Spätestens als der Independent am vergangenen Donnerstag die Nazikeule schwang, schwappte der Skandal um das Online-Versandhaus Amazon von Deutschland über Großbritannien bis zum Firmensitz in die USA. "Amazon nutzte Neonazi-Wachen, um Immigranten-Arbeiter in Deutschland unter Kontrolle zu halten“, titelte die britische Qualitätszeitung. Es folgten Boykottaufrufe wütender (Ex-)Kunden, die deutsche Arbeitsministerin Ursula von der Leyen forderte schnelle Aufklärung und sogar die chinesische Zeitung Global Times berichtete über die "Misshandlung“ von Arbeitern in Deutschland.

Was ist da passiert? Der öffentlich-rechtliche deutsche Fernsehsender ARD strahlte vergangenen Mittwochabend eine nicht einmal halbstündige Doku-Reportage aus, in der die Arbeitsbedingungen im Amazon-Logistik-Zentrum im hessischen Bad Hersfeld aufgedeckt wurden. Der Beitrag zeigte Leiharbeiter, die von der österreichischen


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