Neues Studio, neues Magazin, neue Gesichter: Programmreform auf ORF 1

Medien | aus FALTER 08/13 vom 20.02.2013

:: Um 19.45 herrscht Hochbetrieb am Küniglberg. Die "Zeit im Bild“ ist noch gar nicht aus, da beginnt auf ORF 1 bereits das neue "ZiB Magazin“. Am 4. März startet der ORF seine Info-Offensive und will vermehrt junge Zuseher ansprechen - mit Beiträgen, die eigens für sie gemacht wurden.

Das "ZiB Magazin“ soll immer ein Thema des Tages sowie weitere Beiträge umfassen. Das Ziel sei nicht, einen Überblick über alle wichtigen Ereignisse zu geben, sondern zu gewichten und die wichtigsten Nachrichten zu präsentieren.

Der ORF wirbt damit, auf dem ersten Kanal künftig "mehr Hintergründe und Zusammenhänge“ zu präsentieren.

Das Magazin werden Christiane Wassertheurer, die bereits den "Newsflash“ präsentierte, und Gerhard Maier, der bisher als Redakteur bei Ö3 tätig war, moderieren.

Nach der kurzen Wetterprognose geht es weiter zur "ZiB 20“, die freilich weiterhin um 20 Uhr startet und von den bisherigen Moderatoren Lisa Gadenstätter und Roman Rafreider getragen wird.

Auch hier sind die Nachrichten nicht mehr (wie bisher) die verkürzte Version der "Zeit im Bild“-Berichte, sondern werden eigens für ORF 1 gemacht und sollen eine stärkere Bildsprache sowie mehr Relevanz für die Zielgruppe haben.

Verantwortlich für diese Reform ist Lisa Totzauer, die bisherige Sendungschefin der "Zeit im Bild“. Sie beschreibt das neue Programm auf ORF 1 als Work in Progress, im Laufe der Zeit könne durchaus noch nachgebessert werden: "Es gibt kein Strickmuster, wie man junge Menschen mit Nachrichten richtig anspricht“, meint Totzauer, "wir müssen sehr stark beobachten, wie die Zielgruppe darauf reagiert.“

Künftig werden also auf ORF 1 und ORF 2 zeitgleich zwei unterschiedliche Nachrichtenformate laufen. Damit das funktionieren kann, bekam der erste Kanal sein eigenes Studio; auch die "Newsflashes“ werden künftig dort aufgezeichnet.


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