"Ich habe viel ferng’schaut“

Feuilleton | Erinnerungsprotokoll: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 08/13 vom 20.02.2013

Der Wiener Gitarrist Harri Stojka über sein reiches Musikerleben zwischen Jazz, Punk und Indien

Es ist gewiss nicht so, dass Harri Stojka im Wiener Konzertgeschehen unterrepräsentiert wäre. In diversen Formationen spielt er regelmäßig in den verschiedensten Locations, vom kleinen Jazzklub bis zur Open-Air-Bühne beim Stadtfest. Man sieht den Mann mit der Gitarre hier aber als Selbstverständlichkeit an. Der letzte Artikel, der sich auf diesen Seiten seiner Musik widmete, datiert denn auch aus dem Jahr 1986. Damals groovte der Spross aus der Künstler- und Musikerfamilie Stojka, so komisch das heute klingen mag, gerade mit einer Reggaeband.

Aber gut: Was hat Harri Stojka noch nicht gespielt? "Klassik geht nicht. Ich kann nicht nur die Noten spielen, die einer vor 300 Jahren geschrieben hat“, antwortet er beim Interview im Café Korb, wo er natürlich auch schon aufgetreten ist und gleich einen guten Tisch zugewiesen bekommt. "Und Techno finde ich zwar leiwand, aber ich könnte ihn nicht

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