Stadtrand Urbanismuskolumne

Vom Eiszapfen gepfählt

Stadtleben | aus FALTER 08/13 vom 20.02.2013

Der Winter ist gar nicht so ungefährlich. Dass wilde Verfolgungsjagden auf der Piste ins Auge gehen können, das weiß man, und darum trägt der Wintersportler, der etwas auf seine Gesundheit hält, ja mittlerweile auch schon einen schnittigen Helm. Ebenso der Radfahrer, dem gefrorene Straßenbahnschienen schnell mal zum Verhängnis werden können. Aber auch als Fußgänger ist man im Wiener Winter seines Lebens nicht sicher.

Ein Stadtspaziergang hat es jüngst gezeigt: Es war an einer Altbaufassade in Wien-Neubau, dort hingen rund einen halben Meter lange und kinderarmdicke Eiszapfen vom Mauervorsprung. Wirklich beängstigend!

Man stelle sich vor, so ein Ding taut dieser Tage ein wenig an und löst sich vom Dach. Wenn man das Pech hat und gerade des Weges kommt, wenn so ein Zapfen herabfällt, dann ist man vom Scheitel bis tief in den Rumpf hinein gepfählt. Ganz schön übel!

Bloß, was kann die Konsequenz sein? Vollvisierhelmpflicht für winterliche Altstadtspaziergänge? Inklusive Kinderwagenverpanzerung, versteht sich.


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