"Es zahlt sich nur für eine Stadt aus, die ein Elendsviertel hat“

Stadtleben | Interview: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 08/13 vom 20.02.2013

:: Sport langweilt Ken Livingstone, aber das größte Sportereignis der Welt holte er als Londoner Bürgermeister trotzdem in seine Stadt. Als die Olympischen Spiele 2012 eröffnet wurden, saß zwar schon sein konservativer Nachfolger Boris Johnson im Amt, doch die Lorbeeren für die Olympiabewerbung 2005 heimste der Linke Livingstone ein. Er nützte die Spiele, um mit Bauvorhaben heruntergekommene Gegenden in East London wieder aufzuwerten. Mit dem Falter sprach er darüber, welche Chancen Wien bei einer möglichen Olympiabewerbung hätte.

Falter: Herr Livingstone, welche Hürden müsste Wien nehmen, wenn es sich um Olympia bewerben würde?

Ken Livingstone: Ich denke nicht, dass es Hürden gibt, weil Wien keine Feinde hat. Bei uns gab es damals im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) einige Leute, die gegen Paris waren, und einige, die gegen London waren. Die beiden Blöcke haben sich dann gegenseitig aufgehoben. Aber Österreich wird als nettes Land gesehen, es gibt keinen Anti-Wien-Block.


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