Prost!  Lexikon der Getränke. Diese Woche: Astra-Bier

Ein Bier und ein Sirup von der anderen Seite des Spektrums

Stadtleben | aus FALTER 08/13 vom 20.02.2013

Letzte Woche stand das Trappistenbier auf dem Programm, diesmal soll es ein Bier von der anderen Seite des Spektrums sein: das original Astra-Bier aus Hamburg. Stehen bei den Trappisten die Authentizität der Produkte, der extrem hohe Alkoholgehalt und ein ebenso hoher Hopfenanteil im Vordergrund, zielt man bei Astra vor allem auf eines: auf die Aura des Produkts.

Der letzte Wurf sollte mit Astra Arschkalt gelandet sein. Ein "vollmundiges Winterbier“ mit einem Alkoholgehalt von 5,9 Prozent statt der regulären 4,9. Astra Rotlicht hat sich laut Webseite von der Reeperbahn inspirieren lassen - dass das ohne Sexismus gelingt, kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Unter "legendär“ wird auch jene Werbung abgespeichert, auf der ein sich offensichtlich stark vernachlässigender Mann mit Schaum vor dem Mund zu sehen ist. Mit dem Slogan "Der tut nichts. Der will nur trinken“ sollte wohl der "letzte Assi“ aus seinem Eck geholt und als Kultfigur ins Rampenlicht gestellt werden.

Aber wie schmeckt das alles? Ein süffiges Bier mit tendenziell herber Note. Norddeutsche in Österreich bekommen glänzende Augen, ist von Astra die Rede. Der Mariahilfer Hafenjunge hat’s schon länger, auch Wulfisch im 2. Bezirk führt es, seit kurzem ist es auch im Wuk (Wien 9) zu erwerben.

Was gibt es sonst im Universum der Getränke? Jetzt hat sich ausgerechnet ein Blütensirupspezialist der Roten Rübe gewidmet (Green Sheep). Die Raune ist ja grundsympathisch, nur nicht als Süßgetränk. MS


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