Beisl  Der steirische Gourmet

Wo nicht nur das Chili raucht

Steiermark | Beisltest: Wolfgang Kühnelt | aus FALTER 08/13 vom 20.02.2013

Die Neuigkeiten aus der Grazer Gastroszene halten sich derzeit in Grenzen. Gleichzeitig sind etliche Traditionsbeisln, wie die Weinstube Ferl in der Burggasse, akut vom Zusperren bedroht. Ein guter Grund, wieder einmal ein alteingesessenes Lokal zu testen, in unserem Fall das Tintenfass in der Brockmanngasse, wegen der Nähe zur TU auch "Hörsaal T“ genannt. Vor fast 40 Jahren gegründet, erinnert es in vielem an dahingeschiedene Institutionen wie das Kommod. Doch das Tintenfass hat überlebt, es wurde 2009 von einem jungen Team rund um Ulli Zörner und Klaus Steinbauer übernommen und hat sich seither gut gehalten. So erfreut sich etwa das Mittagmenü steigender Beliebtheit bei Studierenden und Arbeitern aus der Umgebung.

Wir verkosteten eine asiatische Gemüsesuppe, schön scharf mit einem zarten Hauch von Zitronengras, dann ein feuriges Chili con Carne (mit Suppe um € 6,50). Die Portionen reichen für sehr hungrige Menschen, die Qualität ist durchwegs gut. Das gilt auch für die Weißwurst (€ 3,20), mit brennheißer Bretzel (lang lebe Resch & Frisch) und süßem Senf. Nicht gerade originell angerichtet, grau in grau, aber geschmacklich tadellos.

Resümee

Ein Klassiker der Grazer Beislszene, auch zu Mittag einen Besuch wert. Eines der letzten Refugien für Raucher.

Podium im Tintenfass, Brockmanngasse 8, 8010 Graz, Tel. 0316/83 64 15, Mo-Fr 11-01 Uhr,

in den Ferien ab 16 Uhr, Sa nur bei Reservierung geöffnet, So geschlossen, www.tintenfass.co.at


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