Kunst Vernissagen

Kombi-Kunst: mehr als die Summe ihrer Teile

Lexikon | Ns | aus FALTER 08/13 vom 20.02.2013

Im Vorjahr verstarb der international erfolgreichste österreichische Gegenwartskünstler. Das Mumok eröffnet nun die letzte Ausstellung, die Franz West aktiv mitkonzipiert hat. Seine am Kunstmarkt heiß begehrten Pappmaché-und Gipsskulpturen und Möbelobjekte gruppierte der Künstler gerne zu Installationen. Diese "Kombi-Werke" stehen im Mittelpunkt der "Wo ist mein Achter?" betitelten Personale. Der so humorvolle wie philosophisch versierte Künstler befand sich stets im Austausch mit männlichen Kollegen, er entwickelte seine Ideen mit Freunden wie Heimo Zobernig oder Rudolf Polanszky weiter und integrierte auch Kunstanderer (z.B. Martin Kippenberger, Jason Rhoades) in eigene Arbeiten. Seit den frühen "Passstücken", die an den Körper angelegt werden sollen, war Wests Kunst partizipativ gedacht. Erst der Betrachter vollendet sie.

Mumok, Fr 19.00; bis 27.5.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige