THERAPIE ZUM TOD

Welche Folgen hat die europäische Krisenbekämpfung im Süden? Eine Rechnungslegung am Beispiel Griechenland

Politik | Bilanz: Kurt Bayer | aus FALTER 09/13 vom 27.02.2013

Spanien, Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Zypern - alle leiden derzeit am gleichen Problem. Und alle gehen mit demselben Rezept dagegen vor. Auf Druck der EU und internationaler Geldgeber heißt es: sparen. Damit soll die Produktivität gesteigert und die internationale Wettbewerbsfähigkeit hergestellt werden.

Doch was bewirkt die europäische Krisenbekämpfungspolitik? Das Beispiel Griechenland zeigt, was wohl auch auf alle anderen betroffenen Staaten mehr oder weniger zutrifft.

Dankbarkeit fordern viele Politiker des Nordens für die Hilfsgelder des Europäischen Rettungsschirms, die Griechenland stabilisieren sollen. Doch sie bleibt aus. Stattdessen bezeichnen Griechen die Troika aus EU, EZB und IWF, die die Rettungsmaßnahmen exekutiert, als "Destroika". Und angelehnt an die berühmten Worte des Sehers Laokoon in der "Aeneis" sagen sie "timeo Troika et dona ferens" - "Ich fürchte die Troika, auch wenn sie Geschenke bringt."

Die Undankbarkeit überrascht wenig, wenn man auf die


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige