Auf französische Art

Ein Lokal, das nie gehen wollte, brummt auf einmal. Weil es französisch ist?

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 09/13 vom 27.02.2013

Eigentlich ist das ein Wunder: Das Café français in der Währinger Straße eröffnete Mitte Jänner und ist seitdem jeden Tag bummvoll. Und das morgens, mittags, abends und dazwischen auch; und das, obwohl jetzt gerade ein bisschen die "tote Zeit" ist; und das, obwohl ein französisches Café in Wien bisher nicht gerade als der große Bringer galt, sondern eher als dessen Gegenteil. Und das außerdem noch, obwohl in den vergangenen Wochen in unmittelbarer Nähe noch zwei Lokale aufmachten (Pizzeria Riva und Rochus 1090), die miteinander ebenfalls an die 200 Sitzplätze haben und ebenfalls rammelvoll sind.

Das Allerverwunderlichste schließlich: Das Café français befindet sich an einem Ort, an dem in den vergangenen zehn Jahren absolut alles scheiterte, die gestylte Sushi-Verabreichung ra'an, der Mainstream-Panasiate Sajado, das ambitionierte Jin's Sinohouse und das mediterrane Designer-Paradies Como - in all diesen Lokalen waren in zehn Jahren insgesamt so viele Gäste wie im Café français


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