Stronachs Statthalter

Ernest Gabmann ist inoffizieller Spitzenkandidat im Team Stronach. Holt ihn seine Tetron-Vergangenheit ein?

Politik | Porträt: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 09/13 vom 27.02.2013

Es läuft nicht rund in Hollabrunn. "Frank Stronach kommt" prangt auf den Plakaten in der Stadt, und "1 Gratisgetränk und Imbiss". Aber es liegt Schnee auf den Straßen, und von den rund 300 Sesseln im Stadtsaal bleiben an diesem Abend viele leer. Ausgerechnet in Hollabrunn fehlen Stronachs Fans; in dem Ort, wo er die Fußballakademie gebaut hat. Landeshauptmann Erwin Pröll hat ihm aus Dank dafür ein Ehrenzeichen verliehen.

Das war vor 13 Jahren. Heute sind Stronach und Pröll Feinde. Der ganze Wahlkampf dreht sich um den Zweikampf der Silberrücken (siehe Seite 10), aber in Wirklichkeit ist das Duell eine Gaukelei. Mehrmals hat Stronach bereits festgestellt, er werde nicht in den Landtag einziehen. Die Niederösterreicher können den Milliardär also gar nicht wählen. Aber wen dann?

Stronach schreitet im Lichtkegel zur Bühne, in seinem Gefolge marschiert Ernest Gabmann, sein inoffizieller Spitzenkandidat. Zwei Dinge wird er an diesem Abend zum Publikum sagen. Wie er von Stronach in


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