Die neuen Essensrebellen

Skandale, Skandale: Die Lebensmittelindustrie verunsichert wieder alle. Dabei gibt es Alternativen zum Supermarkt


Bericht: Nina Horaczek

Stadtleben | aus FALTER 09/13 vom 27.02.2013

Nichtdeklariertes Pferdefleisch, Analogkäse auf der Fertigpizza, chinesische Tiefkühlerdbeeren, die eine Brechdurchfallepidemie auslösen, und jetzt auch noch schwerer Betrug bei deutschen Bioeiern. Immer mehr Kunden suchen nach Alternativen zu Supermarkt und Nahrungsmultis. Hier einige Beispiele.

Rent a Bauer

Jeden Freitag, wenn Peter Laßnig vom Biohof Ochsenherz im kleinen Geschäftslokal in der Kettenbrückengasse sein Gemüse auf Körbe verteilt, gibt es gleich ein bisschen Warenkunde für die Besucher dazu: Wie kocht man eine Zuckerwurzel? Grünkohl kann auch lila sein? Wann gibt's denn wieder Eiskraut?

Der Ochsenherz-Hof betreibt seit einigen Jahren "Community-Supported Agriculture" (CSA) oder "soziale Landwirtschaft" (siehe auch Falter 29/2009). Im Februar schließt der Bauer mit dem Kunden einen Saisonvertrag ab. Wer monatlich etwa 80 bis 100 Euro einzahlt, kann sich jede Woche seinen Bedarf an frischem Gemüse abholen, direkt ab Hof, im 2. Bezirk oder auf der Kettenbrückengasse.

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