Kolumne Außenpolitik

Syrien: statt revolutionären Frühlings nur noch Bürgerkrieg


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 09/13 vom 27.02.2013

Der Nachschub für Baschar al-Assads Soldaten kommt aus dem Iran und Russland. Umgekehrt versorgen Saudi-Arabien, Kuwait und Katar die islamistischen Aufständischen mit Geld und Waffen. Die Türkei ist sicheres Hinterland für die Rebellen. Europäer und Amerikaner beschränken sich jedoch gebetsmühlenartig darauf, den Rücktritt des syrischen Präsidenten zu fordern. Ein gemeinsamer Vorstoß von CIA, Pentagon und State Department, die Rebellen zu bewaffnen, wurde vom Weißen Haus blockiert.

Diese Zurückhaltung ist immer schwerer zu verteidigen. Je länger sich der Bürgerkrieg hinzieht, desto größer wird die Gefahr einer unkontrollierten Internationalisierung. Anfang des Jahres hat Israels Luftwaffe einen Waffentransport an die libanesische Hisbollah bombardiert. Für die USA ist die Sicherheit der Giftgaslager des Assad-Regimes die rote Linie. Bei den geringsten Anzeichen, dass chemische Waffen eingesetzt werden könnten, werde man eingreifen, heißt es in Washington. Nicht weniger

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