Er machte die Kinder froh. Und Erwachsene ebenso

Aus den Geschichten seiner sudetendeutschen Oma machte Otfried Preußler Kinderbücher, die zu Welterfolgen wurden

Feuilleton | Nachruf: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 09/13 vom 27.02.2013

Sein berühmtestes Buch hätte auch "Der Räuber Pistolinski", "Der Räuber Pistolatski" oder "Der Räuber Karasek" heißen können. All die Namen standen auf Otfried Preußlers Liste, als er nach einem Namen für den Bösewicht einer "Kasperlgeschichte" suchte, die heute als "Der Räuber Hotzenplotz" einen Fixplatz im Kinderbücherkanon hat.

Den "Hotzenplotz"(1962) habe er "nur aus Spaß" geschrieben, erklärte der Autor in einem FAZ-Interview. Die Arbeit an "Krabat" (1971) war ins Stocken geraten, mit dem "Hotzenplotz" versuchte er sich abzulenken. "Das war eine Therapie."

Neben dem Räuber Hotzenplotz treibt auch dessen alter Freund, der große und böse Zauberer Petrosilius Zwackelmann sein Unwesen. Letzterer überlebt das Ende des Buches allerdings nicht, er versinkt in einem Unkenpfuhl. Den schnellen Tod des Zauberers hat Preußler später bedauert. So konnte er Zwackelmann in den Sequels - "Neues vom Räuber Hotzenplotz" (1969) und "Hotzenplotz 3" (1973) - leider nicht mehr einsetzen.


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