Von Richtern Kröten und Rambos

Die Neuwahl in Kärnten wäre ohne die Justiz nicht möglich gewesen. Wie die Klagenfurter Richter die Kriminalität der Regierung aufdeckten

Politik | Bericht: Wolfgang Zwander | aus FALTER 09/13 vom 27.02.2013

Eigentlich, seufzt Helmut Jamnig, stehe er gerade mit einem Fuß im Kriminal. "Fast jedes Wort, das ich Ihnen sage, verstößt gegen meine Verschwiegenheitspflicht." Jamnig ist Staatsanwalt und Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Ein drahtiger Mann mit Brille, schmales Gesicht, schmale Lippen. Er sitzt in seinem Büro, großer Schreibtisch, kahle weiße Wände, allenthalben türmen sich Akten.

Jamnigs Job zählt zu den schwierigsten, die die österreichische Justiz zurzeit zu vergeben hat. In Kärnten wird am 3. März ein neuer Landtag gewählt. Die Freiheitlichen befinden sich im Endkampf um ihr großes Machtbollwerk, das sie aus der Ära Jörg Haider noch in die Gegenwart retten konnten. Die zurückgebliebenen Trümmer des blau-orange-schwarzen Kärntner Systems, das größtenteils bereits im Korruptionssumpf versunken ist, sind allein mit politischen Mitteln nicht zu beseitigen. Haiders Nachfahren haben sich mit ihren zahlreichen Affären in eine Halbwelt zwischen Politik und


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige