Film Neu im Kino

Nach dem Untergang: "3096 Tage"

Lexikon | MO | aus FALTER 09/13 vom 27.02.2013

Bernd Eichinger, der 2011 verstorbene Großproduzent aus München, hatte ein Faible für Bunker. Nach den späten Tagen im Führerbunker ("Der Untergang", 2004) brachte er zuletzt noch die Verfilmung des "3096 Tage" währenden Martyriums von Natascha Kampusch auf Schiene. Diese war 1998 in Wien als zehnjähriges Mädchen von dem Nachrichtentechniker Priklopil entführt und gefangen gehalten worden, bis ihr 2006 die Flucht glückte. Regisseurin Sherry Hormann geht die bekannte Geschichte mit großem Ernst an, findet aber ebenso wenig zu einer schlüssigen Form wie ihr Kameramann Michael Ballhaus. Küchenpsychologie (Mutti "räum den Geschirrspüler ein" Priklopil) und schlampige Synchronisation zehren die Sympathien auf, die Amelia Pidgeon und Antonia Campbell-Hughes (alias: die beiden Nataschas) für ihr souverän unaufgeregtes Spiel zufliegen.

Ab Fr in den Kinos


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