Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Joseph's phrische Biomilch

Phantastisch pherpackte Milch für urbane Milchgesichter

Stadtleben | aus FALTER 09/13 vom 27.02.2013

Vor Jahren tauchte sie in Form einer braunen Pfandflasche von Nöm auf, um kurze Zeit später wieder aus den Regalen zu verschwinden. Da hatte die Kartonverpackung gerade ihre Hochzeit - das schwere Glasformat fand keinen rentablen Absatzmarkt. Nun schneidet in den Ökobilanzen die Glasflasche erst dann gut ab, wenn die Transportwege entsprechend kurz sind; weswegen die regionalen und vor allem biologisch produzierenden Bauern wieder gerne auf sie zurückgreifen.

Beim schicken Biobäcker Joseph in der Naglergasse kann man sich mit Glasflaschenmilch eindecken. Das kleine Sortiment umfasst auch Kakao und Joghurt mit und ohne Früchten. Das Design ist, wenn auch zum Teil mit etwas zu lustigen Slogans versehen, angenehm einfach und smart. Man sieht sogar die Biomilch durch die Klarglasflasche - keine Bildchen von angeblich glücklichen Kühen, keine Almen und grünen Wiesen - das sind die besten Aussichten!

Bei diesem Look bekommt man Lust, direkt noch vorm Kühlschrank aus der Flasche zu trinken. Was man natürlich nur in den allerseltensten Fällen machen darf, weil erstens die kalte Milch im Magen drückt und es sich außerdem nicht schickt. Aber wie erfrischend ist sie trotz des außerordentlich hohen und natürlichen Fettgehalts von mindestens 3,6 Prozent, was reichlich niedrig scheint. Die Speiseröhre ist wieder gut geschmiert. Der doppelt so hohe Preis im Vergleich zu Biomilch aus dem Supermarkt ist halt zu schlucken, oder nicht. Für ein bisschen mehr Eleganz. MS


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige