Tränen und Koffeinabusus

Die Oscar-Nacht im Gartenbaukino erforderte Geduld, Sitzfleisch und große Mengen an aufputschenden Heißgetränken

Feuilleton | Reportage: Barbara Schellner | aus FALTER 09/13 vom 27.02.2013

Kaffee ist die Droge des Abends. Legal und kostenlos noch dazu. Am besten schwarz, runtergespült mit dem roten Bullen. Das sei, so meinen Oscar-Nacht-Veteranen, die beste Methode, um bis zum Schluss durchzuhalten.

Fast vier Stunden werden es am Ende gewesen sein. Weil Durchhalten im Kollektiv leichter fällt, wird die Oscar-Gala seit bereits sieben Jahren live im Gartenbaukino übertragen. Heuer ist es besonders spannend und besonders voll, denn Österreich, im weitesten Sinn, ist gleich in mehreren Kategorien nominiert.

Ab zwölf Uhr Mittag zeigt das Kino am Sonntag Oscar-nominierte Produktionen. Wer beim letzten Film vor der Verleihung gegen 23 Uhr einsteigt, hat zumindest eine Chance auf einen fixen Sitzplatz. Über Nacht werden sich immer wieder Schlangen mit Wartenden bilden, die darauf hoffen, dass jemand im Saal aufgibt. Im Foyer wird ebenfalls geschaut, auch hier drängeln sich die Gäste, zum Teil in glamourösen Abendroben, dafür gibt es ein Glas Sekt aufs Haus. Gegen halb eins


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