Die Mandarine von Breitenfurt

In einem Wiener Kindergarten lernen Kinder ganz unaffig Chinesisch und Geige

Stadtleben | Reportage: Birgit Wittstock | aus FALTER 09/13 vom 27.02.2013

Die Mädchen der Hip-Hop-Formation Gold Cavier tanzen mit einigen Kleinkindern wild den Gangnam-Style. Der Sound des südkoreanischen Musikers Psy dröhnt laut aus den Boxen. Ein paar andere lassen sich davon nicht weiter stören, sie hämmern auf Holzbauklötze ein, als gelte es, den Song zu übertönen.

Es ist ein ganz normaler Morgen im Meidlinger Kindergarten Sonnenblume. In den zwei großen Hallen der ehemaligen Werkstatt ist Trubel Programm. Dabei lässt das Konzept des Kindergartens gänzlich anderes vermuten: Mandarin, Geige und Tanz - das klingt nach dem Klischee vom Traum erwartungsvoller Managereltern, wirkt aber eher wie jener antiautoritärer Mütter und Väter.

Von außen sieht der Kindergarten fantasielos aus: eine schmucklose Glasfront an der stark befahrene Breitenfurter Straße. Im kleinen Innenhof befinden sich ein Brunnen mit Wasserfall Marke Chinalokal der 80er-Jahre und ehemalige Garagen, in denen schon ein Proberaum und ein Künstleratelier eingerichtet sind; ein Töpferstudio


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