Kabarett Kritiken

Lieder über China und das Burgenland

LEXIKON | Valerie Kattenfeld | aus FALTER 09/13 vom 27.02.2013

Wie hängen die ÖBB-Vorteilskarte, Mao Tse-tung, Radio Burgenland und Blumenbeete in Kreisverkehren zusammen? Das weiß wohl nur der "Schulden und Erlös"-Gott Mammon, den Christof Spörk in "Edelschrott" musikalisch anbetet. Spörk springt thematisch zwischen Wirtschaftskrise, Supermarktszenarien, chinesischem Imperialismus und steirischem Kleinbürgertum hin und her. Seine Ideen untermalt er mit zahlreichen Musikeinlagen, wie beispielsweise der Burgenlandhymne. Akkordeon und Keyboard spielt er mit viel Charme und Hingabe, auch die Texte fügen sich hier stimmiger zusammen als in seinen Erzählungen. Die Lieder sind letztendlich das überzeugendere Format des Abends, da Spörk in ihnen seinen Humor pointierter zum Ausdruck bringt und der Mangel an thematischer Stringenz kaschiert wird.

Kabarett Niedermair, Di 19.30


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