Wenn böse Algorithmen mit den Menschen spielen

Frank Schirrmachers neues Buch hat eine aufregende These: Gehirn, Markt und Staat werden zu Computern und spielen uns übel mit

Politik | Rezension: Armin Thurnher | aus FALTER 09/13 vom 27.02.2013

Wenn Frank Schirrmacher ein Buch schreibt, bleibt kein Auge trocken. Der Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung besetzt als Großfeuilletonist eine Machtposition im deutschen Publikationsbetrieb. Aber es ist nicht nur die Position, die seine Interventionen ("Das Methusalem-Komplott", "Payback") zu Bestsellern macht. Es sind die Interventionen selber. Der Mann hat ein Händchen für Themen und deren günstigen Augenblick.

Wenn er ein neues Buch schreibt, ist er in den relevanten Talkshows, die großen Printmedien schrammen an den Sperrfristen entlang, aber wenn er das Urheberrecht verteidigt, wüten auch die Blogger mit.

Man hat es also mit einem umfassenden Medienphänomen zu tun. Die Äußerungen Schirrmachers, Typus angesagter modernitätskritischer Konservativer, lassen sich nicht nur als das kritisieren, was sie sind, man muss auch Position und Wirkung des Autors mit einbeziehen.

Die Kollegen des deutschen Feuilletons rücken bei Schirrmachers neuestem Buch, "Ego. Das Spiel


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