Vernissage

Hoch die Tassen auf ein Jahrzehnt Glanz & Glorie

Lexikon | aus FALTER 10/13 vom 06.03.2013

Einst war sie eine Grafiksammlung mit ein paar tausend Besuchern pro Jahr, 2012 zählte sie über 600.000 Gäste: Die Albertina hat seit ihrer Renovierung zur Jahrtausendwende einen ungeheuren Aufschwung genommen und feiert ab dieser Woche ihr zehnjähriges Bestehen seit Neubeginn. Die dafür zusammengestellte Jubiläumsschau "Bosch Bruegel Rubens Rembrandt“ konzentriert sich auf denKernbestand der Sammlung und zeigt niederländische Meisterzeichnungen von 1450 bis 1650. Mit den 150 Blättern, die auch größere Werkgruppen von einzelnen Künstlern umfassen, kann die nordische Zeichenkunst in ihrer ganzen Bandbreite dargestellt werden. Die Albertina zeigt aus ihrer hochqualitativen Sammlung, wie die Kunst im 16. Jahrhundert von der Beschäftigung mit der Antike und der italienischen Hochrenaissance beflügelt wurde. Dabei entstand eine Reihe von lokalen Schulen mit eigenen Stiltendenzen und Spezialisierungen. Den Schwerpunkt der Schau bildet das "goldene Zeitalter“, aus dem die breite Palette an Genres von Landschaft, Seestücken, topografischen Ansichten, Porträts und Stillleben zu sehen ist.

Aber auch ein breites Vermittlungspaket wurde anlässlich der Feierlichkeiten geschnürt. Unter anderem führen die Kustoden am 14. und am 15. März im Studiensaal bei freiem Eintritt zu selten gezeigten Werken ihres Spezialgebiets. Dabei wird unter anderem Achim Gnann "verborgene Schätze“ von Michelangelo und Raffael zeigen oder Maren Gröning die extrem lichtempfindlichen Werke von heimischen Pionieren der Daguerrotypie. Am 16. März wird unter dem Motto "Albertina erleben“ ein ganzer Tag mit speziellen Workshops und Führungen für Groß und Klein geboten. Sonntag der 17. März ist freier Eintritt (Anmeldung zu den Veranstaltungen ist erforderlich!). NS

Albertina, Mi 19.00; bis 30.6.


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