Seinesgleichen geschieht  Der Kommentar des Chefredakteurs

Die Lehren aus Kärnten und Pröll-Land: Geld ist gut, Politik ist dennoch möglich


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 10/13 vom 06.03.2013

E in anständiger, wenngleich von vielen für farblos gehaltener Politiker fegt einen gangartigen Haufen kompromittierter Typen weg, die jahrzehntelang ein Bundesland in Geiselhaft gehalten haben und nach dem Hinscheiden ihres charismatischen Paten an Faszination verloren.

Ein Politiker, dem man außer ausgefeilter Machterhaltungstechnik und undurchsichtiger Finanzpolitik wenig Böses nachsagen kann, erbringt den Beweis, dass er als Machttechniker eben erfolgreich ist.

Beides sollte man in einer Demokratie wohl für normal halten. Dennoch sind beide Ergebnisse der Wahl vom vergangenen Sonntag bemerkenswert: erwartete Überraschungen sozusagen. Peter Kaisers unvermutet deutlicher Sieg für die Kärntner SPÖ ist nicht nur ungewöhnlich, weil zugleich die seit Jahrzehnten unter verschiedenen Namen regierenden Haideristen beinahe zwei Drittel ihrer Stimmen verloren.

Erwin Prölls dritte absolute Mehrheit hintereinander in Niederösterreich ist bei fortschreitender Fragmentierung der politischen

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