Der Kärntner Frühling

Politik | Bericht: Florian Klenk Wolfgang Zwander | aus FALTER 10/13 vom 06.03.2013

Kärnten nach dem Umsturz: Die Freiheitlichen verlieren zwei Drittel ihrer Wähler. Wo einst das rechtsrabiate Bollwerk lag, herrscht Rot-Grün. Und nun?

Am Neuen Platz, dem Zentrum Klagenfurts, könnte man den Eindruck gewinnen, in Kärnten wäre eine kleine Frühlingsrevolution im Gange. Ein paar Autos haben sich zu einem Korso zusammengeschlossen und fahren am Lindwurm vorbei. Die Klagenfurter hupen, sie winken und strecken ihre Fäuste gen Himmel, so als ob im Landhaus ein Tyrann gestürzt worden wäre.

Die Leute hier feiern eine Zahl, die sie vor wenigen Tagen nicht einmal zu erträumen gewagt hätten: 17 Prozent.

Um die Wucht dieses Prozentwerts zu verstehen, muss man ihn in absoluten Zahlen darstellen. Nur noch 52.000 Kärntner wählten den blauen Abgeordnetentrupp, der sich der Neuwahl zwölfmal durch Auszug aus dem Landtag verweigert hatte.

Zum Vergleich: Im Jahr 2009 hatten noch 160.000 Kärntner für die Freiheitlichen (damals hießen sie BZÖ) gestimmt. Ein Erdrutsch? "Ein Felssturz“


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