"Vatermord ist kindisch“

Feuilleton | Feature: Matthias Dusini | aus FALTER 10/13 vom 06.03.2013

Entspannt, ironisch, stilbewusst: Die Wienerin Verena Dengler repräsentiert eine neue Generation von Kunstschaffenden

Und wann ist das fertig?“ Etwas ratlos steht der Besucher in "Fantastischer Sozialismus“, der ersten Museumsschau der Wiener Künstlerin Verena Dengler, 31. Die Bilder und Zeichnungen hängen, eher beiläufig, auf Stellwänden in der Mitte des Raumes. Daneben stehen mit Ornamenten bedruckte Paravents; am Boden liegt ein Teppich; von der Decke hängen Stoffbahnen. Man denkt an einen Billigshop, ein im Umbau befindliches Heimatmuseum oder ein unaufgeräumtes Jugendzimmer.

"Keine Angst, das ist wie Wickie, Slime und Paiper“, sagt die Künstlerin beim Rundgang durch die Mumok-Ausstellung. Sie meint damit den Lodenhut, den sie sich für den Fotografen aufsetzt und das mit zerrissenen Jeans kombinierte Trachtenjäckchen. Man möge dem Outfit keine tiefere Bedeutung beimessen.

Auch beim Betrachten der Installation fallen einem Objekte auf, die einem österreichischen Erinnerungsalbum


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