Wir bremsen auch für Küchenschaben

Feuilleton | Vorschau: Michael Omasta | aus FALTER 10/13 vom 06.03.2013

Das Tricky-Women-Festival belegt eindrucksvoll, dass Animationsfilm nicht nur bei Pixar & Co Spaß macht

Eine Ameise mit großen Augen baut sich ihr eigenes Taj Mahal. Ein Reisebus voller Waldtiere ist vor Jägern auf der Flucht. Und eine lebensmüde Küchenschabe mit der Stimme des deutschen Schauspielers Ulrich Matthes stürzt sich vor die Räder eines rasch näher kommenden Mercedes.

Vermutlich ist es kein Zufall, dass so viele Animationsfilmerinnen kleine und kleinste Lebewesen zu wesentlichen Protagonisten ihrer Arbeiten machen. Denn abgesehen von den Produktionen kommerziell erfolgreicher Studios wie Pixar oder DreamWorks gilt "der Trickfilm“ bei den meisten wohl immer noch als nette Draufgabe und kleinste Form von Kino.

Dabei ist gerade hier mit Überraschungen zu rechnen. Etwa wenn - spoiler alert! - besagte Limousine im allerletzten Moment doch noch bremst und das übel beleumundete Insekt am Ende von "A Little Suicide“ (R: Ana Lily Amirpour) schreiend aus seinem Albtraum erwacht.


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