Ein flatterhafter Fahrradfahrer des Fragments

Feuilleton | Buchrezension: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 10/13 vom 06.03.2013

In seinem vergleichsweise kurzen Roman "Esti“ betreibt Péter Esterházy lustvoll literaturhistorische Selbstmystifikation

Fassen wir uns kurz: In einem englischen Hotel übergibt eine Hotelangestellte, ein Serena-Williams-Typ, eine urwüchsige Putzfrau (sagen Sie, wie schnell ist Ihr zweiter Aufschlag?) oder ein Liftboy von fragiler Schönheit Esti einen mit Bleistift beschriebenen Zettel., Die Katze frisst den Menschen nur nicht, weil sie kleiner ist als er.‘ Wenn ich daraus keine Novelle schreibe, dann aus nichts, und Esti konnte und mochte am liebsten aus dem Nichts schreiben.“

Alles klar? Péter Esterházy ist ein Mann von enzyklopädischem Wissen und beherrscht fast jede Tonlage. Was er nicht kann: erzählerisch den geraden Weg gehen; eine Handlung vorantreiben; sich verständlich und kurz fassen.

Man erinnere sich an "Harmonia Caelestis“, in dem der Autor die Geschichte seiner Familie rekonstruierte (928 Seiten), oder an seine "Einführung in die schöne Literatur“, die sich


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