Apotheose des ungleichen Paares

Feuilleton | Lektüre: Klaus Nüchtern | aus FALTER 10/13 vom 06.03.2013

Einmal geht’s noch: Nach über zehn Jahren Pause ist ein neues Abenteuer von Pettersson und Findus erschienen

Der Vorteil der Fiktion gegenüber dem richtigen Leben besteht darin, dass man den Faktor Zeit ignorieren kann. Während sich Daniel Radcliffe zuletzt Sorgen machen musste, ob er die Harry-Potter-Heptalogie noch vor seinem ersten Bandscheibenvorfall oder dem Einzug von Viagra im Nachtkästchen abdrehen können würde, kann Bart Simpson ewig zehn Jahre alt bleiben.

Auch Pettersson und Findus bleibt es erspart, gemeinsam altern zu müssen, obwohl sie fast 30 Jahre lang zusammen sind. Aber Pettersson war immer schon ein alter Mann, und Findus wird immer ein kleiner Kater mit dem Gemüt eines jungen Hundes bleiben.

Ihr Schöpfer Sven Nordqvist hingegen wird sehr wohl älter. Als er seine beiden berühmtesten Geschöpfe erfand, war er noch keine 40; heute ist er 66. Noch Ende 2011 meinte der Schwede in einem Interview, er wolle nicht sein ganzes Leben lang das Gleiche tun, und schien


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