Neue Sachbücher

Feuilleton | aus FALTER 10/13 vom 06.03.2013

Kurz besprochen: begnadete und beschädigte Körper

Sport

Wolfgang Behringer: Kulturgeschichte des Sports. C.H. Beck, 494 S., € 25,70

Ob das Diktum "no sports!“ oder "Sport ist Mord“, das Sportverächter gerne Sir Winston Churchill in den Mund legen, tatsächlich von diesem stammt, ist nicht verifizierbar. Platon jedenfalls nahm in seiner Jugend an den Isthmischen Spielen als preisgekrönter Ringer teil, Kaiser Karl V. war ein ausgezeichneter Tennisspieler. Die Medici bauten die ersten großen Sportanlagen der Neuzeit. Die Liste der sportelnden Mächtigen ist lang und reicht bis in die Gegenwart. Obama gibt dabei eine ebenso gute Figur ab wie Putin eine zweifelhafte, Mao Zedongs Schwimmausflug in die Fluten des Jangtse war ein Politikum.

Der englische Terminus leitet sich vom Altfranzösischen se desporter ab, was so viel bedeutet wie "sich vergnügen“, "sich wegtragen lassen“ - was die meisten von ihrer Lieblingssportart auch erwarten. Unterhaltsam und historisch fundiert diskutiert


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