Erst kommt die Coolness, dann kommt die Moral


Bericht: Nathalie Grossschädl
Stadtleben | aus FALTER 10/13 vom 06.03.2013

Was ist denn da los: Öko-Klamotten können plötzlich auch stylish, fair und günstig sein? Beim Label Y/O/U geht das sehr wohl

Es war eine Fernsehreportage über Baumwollplantagen und Jeansherstellung, die Philipp Marouschek, 35, aufhorchen ließ. Egal, ob Billigbekleidungskonzerne oder Luxuslabels, so gut wie alle Unternehmen produzieren billigst in Asien und kümmern sich wenig um die Ausbeutung von Menschen und Umwelt dort. "Ein weißes T-Shirt made in Bangladesh kostet bei einer Abnahmemenge von 1000 Stück 20 Cent“, sagt Marouschek, ursprünglich gelernter Wirtschaftsjurist. Für ihn sind derlei unwürdige Produktionsbedingungen keine Nebensache. Er wollte das ändern und gründete sein Label Y/O/U.

"Ich bin eine Krätzen“, sagt der Wiener Jungunternehmer, "wenn mir etwas gegen den Strich geht, muss ich es ändern.“ Das hat Marouschek dann auch getan. Gemeinsam mit der Weberei Vieböck aus dem Mühlviertel experimentierte er mit verschiedenen Naturfasern und entwickelte schließlich

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