Radl-Chic für die Massen

Stilkritik: Christopher Wurmdobler | Stadtleben | aus FALTER 10/13 vom 06.03.2013

Nach Levi’s hat nun auch H&M die Radler entdeckt. Die Idee kommt aus Wien

Wer nicht gerade die Tour de France gewinnen will, kann natürlich zum Radfahren fast alles anziehen. Umgekehrt gab es unmodische Phasen, da wurden Radlerhosen von Menschen getragen, die mit einem Fahrrad glatt umgefallen wären, hätte man sie draufgesetzt. Diese unschönen Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Und im Gegensatz zu Leggings war die modische Torheit Radlerhose nicht unkaputtbar. Das hat geholfen. Nämlich auf dem Weg des Radlers vom sportlichen Nerd zur Stilikone.

Wie schick Radfahren gerade ist, lässt sich an zahlreichen Mode-Blogs ablesen, deren Aufgabe ausschließlich darin zu bestehen scheint, zu dokumentieren, wie wahnsinnig stylisch und vor allem urban Fahrradfahrerinnen und -fahrer sind. In den Städten radelt man auf Retro-Bikes durch die Straßen, eine eigene Industrie befasst sich damit, Räder so aussehen zu lassen, als wären sie ein paar Jahrzehnte im Keller gestanden. Radfahren ist nicht

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