Von Investoren und Glücksrittern

Steiermark | Reportage: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 10/13 vom 06.03.2013

In Bad Aussee setzen findige Investoren umstrittene Projekte um. Kritiker klagen über "Ausverkauf“

Jetzt springt der Bürgermeister auf. Otto Marl ist ein temperamentvoller Mann mit einer farbigen Sprache, der Sachen sagt wie "Wenn der Teufel Junge hat, hat er gleich neune“. Angesprochen auf Befürchtungen, Aussee könnte ein zweites Fohnsdorf werden, eine Gemeinde, die durch den Bau eines neuen Bades in einen Schuldenstrudel gerät, ruft er: "Vergleicht’s mir bitte Fohnsdorf nicht mit Aussee! Hier ist der Kaiser schon bloßfüßig auf den Loser gegangen, da haben sie im restlichen Österreich noch nicht einmal gewusst, wie man Fremdenverkehr schreibt.“ Mit Bad Aussee sei es so bergab gegangen, sagt er. Viele Geschäfte stehen leer, junge Leute ziehen weg, die Gasthäuser haben schon bessere Zeiten gesehen. Aussee brauche ein neues Bad und ein weiteres Hotel im Zentrum: "Wenn wir nicht investieren, gibt es keine Zukunft.“

Seit Monaten wird in Aussee über das Narzissenbad gestritten,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige