Und das Fleisch ward Wort

Literatur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Der Mensch als Gefäß und Schreibmaschine: Dieser Tage jährt sich der Geburtstag von Jean Paul zum 250. Mal

Vom US-amerikanischen Schriftsteller John Irving geht das Gerücht, dass er von seinem präsumtiven Biografen im Regen stehengelassen worden sei. Dabei hatte ihn der Autor mit allen Informationen und Kontakten versorgt, die ein Biograf sich nur wünschen konnte. Eben deswegen aber soll der Mann den Job schließlich hingeschmissen haben: Das Leben des Schriftstellers, das hauptsächlich aus dem Verfassen von Romanen und Abendessen mit Freunden bestand, schien ihm einfach zu langweilig, als dass es der Mühe der Niederschrift lohnte.

Dass ein Leben à la Irving tatsächlich exzeptionell fad sein soll, muss freilich als unwahrscheinlich gelten. Für jemanden, der seinen Lebensunterhalt mit Schreiben bestreitet, besteht das Leben nun einmal zu erklecklichen Teilen aus Schreiben. Und nicht jeder ist ein Weimaraner Multitaskingtausendsassa, dem es auch noch gelingt, in den Armen der Geliebten


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