Atemloses Onanieren im Heustadel


Julia Kospach
Literatur | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Josef Winklers "Wortschatz der Nacht“, ein Jugendwerk des Büchner-Preisträgers aus dem Jahr 1979

Es ist die Schöpfungsszene des Josef Winkler als Mensch und Schriftsteller und er hat sie in seinen Büchern immer wieder aufs Neue variiert und beschrieben. So auch hier, in "Wortschatz der Nacht“ aus dem Jahr 1979: "Drei Jahre war ich alt, als mich meine kinderlose Tante unter den Achseln fasste, hochhob und in der immergrüngeschmückten Bahre die tote Mutter meiner Mutter zeigte.“

Bis zu diesem Anblick der gestorbenen Großmutter reicht Winklers Erinnerungsvermögen zurück. Das erklärt womöglich sogar, "warum ich soviel über den Tod schreiben muß“. Damit setzt sein Gedächtnis ein. Es beschert ihm sein Erweckungserlebnis als bewusstes Wesen. "Mein erster Mensch ist eine tote Frau, nicht Adam oder Eva oder ein Menschenaffe.“

Jetzt, zum 60. Geburtstag des Büchner-Preisträgers im März, erscheint "Wortschatz der Nacht“ erstmals in einer Buchausgabe. Entstanden ist dieses

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