"Kann man das nicht selber machen?“

Sebastian Fasthuber | Literatur | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Sein Geld verdient Jürgen Schütz mit Autos. Er steckt es in seinen Literaturverlag Septime

Keine Frage, der Mann ist daran gewöhnt, Kundengespräche zu führen. Jürgen Schütz sitzt an einem Wirtshaustisch und referiert Daten, Fakten, Hintergründe zum von ihm 2008 gegründeten österreichischen Kleinverlag Septime. Er redet mit großem Eifer und praktisch ohne Unterbrechung eineinhalb Stunden lang. Aber seine Geschichte ist so ungewöhnlich und gut, dass man ihm gerne zuhört.

Das Leben des gebürtigen Wieners mit burgenländischen Wurzeln wurde lange Zeit nicht von Auflagenzahlen, sondern von Pferdestärken bestimmt. Schütz hat Automechaniker gelernt, wechselte wegen gesundheitlicher Probleme nach über 20 Jahren in den Außendienst und betreut heute für einen Autohersteller die Händler im Westen Österreichs. Ein Mehr-als-40-Stunden-Job. "Umsätze verfolgen, Marketingstrategien mit den Händlern austüfteln, Tests mit Mechanikern durchführen“, umreißt er seinen Aufgabenbereich.

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