Asexuell für eine knappe Stunde

Sebastian Fasthuber | Literatur | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Joey Goebel hat mit der Teenie-Außenseitergeschichte "Ich gegen Osborne“ die Lacher auf seiner Seite

Wie jeder andere vernünftige Mensch auch hasste ich die Highschool.“ Aber James Weinbach, 17 und kurz vor dem Abschluss stehend, hasst die Osborne Highschool aus anderen Gründen als die meisten Gleichaltrigen: Es sind nicht der Unterricht und die Lehrer, die ihm Probleme bereiten, sondern seine Mitschüler und ihre geistlose Art, durch das Leben zu taumeln.

James stilisiert sich im Jahr 1999 inmitten einer Horde von kurze Hosen tragenden und Hip-Hop hörenden Kids, die nur darauf warten, bis die Schulglocke läutet, damit sie sich endlich wieder zudröhnen und jemand flachlegen können, als Außenseiter, als wie aus einer vergangenen Zeit stammender Dandy.

Der schlaksige Ein-Meter-dreiundneunzig-Feingeist trägt aus Prinzip jeden Tag Anzug und Krawatte, hört am liebsten Jazz und möchte Schriftsteller werden. In einer Kleinstadt wie Vandalia, Kentucky ("das Land der zehntausend Pick-up-Trucks“),

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