Fahrradverkäufer unterm Rad der Zeit

Literatur | Stefan Ender | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

In seinem Roman "Ein Hologramm für den König“ zeigt Dave Eggers die Schattenseiten der Globalisierung

Man mag ihn von den ersten Seiten an und am Ende des Romans noch ein wenig mehr: Alan Clay, selbstständiger Geschäftsmann, 54 Jahre alt und somit "für die amerikanische Unternehmenswelt so faszinierend wie ein Flugzeug aus Lehm“. Finanziell ist Clay ein Fall für Schuldnerberater Peter Zwegat, das Sexuelle betreffend ein potenzieller Viagra-Kunde. "Abgerockt“, könnte man sagen.

Clay trifft zu Beginn des Romans in Dschidda ein, um dem saudischen König für und in dessen noch in Entstehung begriffener Wirtschaftsmetropole, der King Abdullah Economic City KAEC, ein holografisches Telekonferenzsystem zu präsentieren, im Auftrag eines großen US-amerikanischen IT-Anbieters. Bekommt Reliant, so der Name der Firma, den Zuschlag für den Großauftrag, ist Clay zumindest einmal aller pekuniären Malaisen entledigt.

Der global Handlungsreisende ist zuerst einmal einfach nur froh, "den


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