Schreiende Patienten und viel Gebimmel

Julia Kospach | Literatur | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Joachim Meyerhoff erzählt aus seiner Kindheit: "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“

Eines wurde ja schon 2011 geklärt, als Joachim Meyerhoffs erster Roman "Amerika“ erschien: Das Ich, das die Geschichte erzählt, stimmt weitgehend mit Joachim Meyerhoff selbst überein, und die erzählten Geschichten sind seine eigenen. Nun legt der deutsche Schauspieler und Schriftsteller mit der fast schon unverschämt zu nennenden Doppelbegabung einen zweiten Roman nach - gleichsam Teil zwei seiner Autobiografie.

Der Titel ist Programm: "Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“. Er verweist auf die Instabilität aller Erinnerung; darauf, dass aus dem Alltagsleben erst im Rückblick eine erzählbare Geschichte gemacht werden kann; dass die Dinge der Beschreibung bedürfen, um verdaulich zu werden; und dass man als Erzähler für jeden einzelnen Zuhörer die Geschichte so einfärben muss, dass sie diesem am besten zu Gesicht steht. Am meisten gilt das für einen selbst.

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