Hoch die hinternationale Solidarität!

Literatur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Hannes Stein prolongiert in seinem Roman "Der Komet“ die Donaumonarchie

Die Deutschen haben den Krieg gewonnen, und Hitler lebt. Das ist eines der beliebtesten Szenarien des sogenannten Alternate-History-Genres. Und weil diese Konstellation mittlerweile schon etwas abgegriffen ist, hat der deutsche Journalist und Publizist Hannes Stein den Spieß quasi umgedreht: Nicht nur ist Hitler tot, er ist auch nie zum historischen Hitler geworden, sondern bloß "ein gewisser Hüttler, ein Maler von Ansichtskarten“ geblieben.

Der Autor, ein gebürtiger Münchner, der als New-York-Korrespondent der Welt mittlerweile in den USA lebt, ist in Salzburg aufgewachsen. Er ist dort offensichtlich gut behandelt worden, denn am Österreichertum hat der Mann, so scheint’s, einen Narren gefressen. Man muss freilich hinzufügen, dass "Der Komet“ nicht die Zweite Republik zum Ausgangspunkt seiner Fiktion macht und auch nicht die Erste, sondern gleich bis in die Doppelmonarchie zurückgeht.

"I bin doch ned deppat,


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