Beschädigte Leben, ungewisse Identität

Literatur | Sigrid Löffler | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Zwei autobiografische Debütromane von Migranten aus Ghana und Bosnien: Taiye Selasi und Ismet Prcic

Unterschiedlicher könnten diese zwei Autoren nicht sein, auch wenn sie beide Migranten sind und soeben stark autobiografische Roman-Erstlinge über Migration veröffentlicht haben: Taiye Selasi aus Ghana und Ismet Prcic aus Bosnien.

Taiye Selasi entstammt einer Familie westafrikanischer Akademiker - beide Eltern sind Ärzte -, die es in die privilegierte Klasse afrikanischer Kosmopoliten geschafft hat. Sie ist in London geboren und bei Boston aufgewachsen, hat zwei blendende Studienabschlüsse aus Yale und Oxford und lebt abwechselnd in New York, New Delhi und Rom. Selasi ist Fotografin; aber auch als Autorin ist ihr ein Blitzstart gelungen: Ihren Debütroman "Diese Dinge geschehen nicht einfach so“ - mit dem Originaltitel "Ghana Must Go“ - hatte Penguin Press bereits gekauft, ehe er überhaupt fertig geschrieben war.

Deutlich schlechtere Startchancen hatte Ismet Prcic, Jahrgang 1977.


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