Alles da, doch etwas fehlt: Freiheit, Zeit, Gelassenheit

Sachbuch | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Lebenskunst: drei neue Bücher über Zustände, an denen zumindest ein gefühlter Mangel herrscht. Das Gute daran: Die schmalen Bände kann man lesen, ohne zu viel von ebendiesen einzubüßen

Konsum bedeutet, im Heute zu leben und Arbeitsplätze zu schaffen, aber auch Spaß, Lebensfreude und Selbstinszenierung. Und Sparsamkeit gehört nicht zu den Tugenden, sondern es gibt genauso viele Argumente für die Verschwendung, meint Philipp Tingler, geboren 1970 in Berlin.

"Aufgeklärtes Konsumieren ist keine Ressourcenverschwendung, sondern ein schöpferischer Akt der Selbstfindung, wo jeder friedlich und authentisch nach seinen Präferenzen selig werden kann.“ Denn was anderes ist Geschmack, fragt der Deutsch-Schweizer Ökonom, Schriftsteller und Journalist, als die Fähigkeit zur Wahl?

Tingler lebt offenbar in jenem geschlossenen Milieu, das sich gerne selbstgeißlerisch als Bobos beschimpft - und das dem Konsum aus moralischen und politischen Gründen (zumindest theoretisch) oft skeptisch gegenübersteht.


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