Was ist Gerechtigkeit jenseits des großen Teichs?

Sachbuch | Thomas Askan Vierich | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Politische Philosophie: Michael J. Sandel erklärt uns die USA und plädiert für eine Remoralisierung der Politik

Auf dem Cover sieht man den Herrn Professor vor versammelter Hörerschaft: "Wenn Michael Sandel in Harvard über Gerechtigkeit philosophiert, hört ihm die Welt zu“, jubelt sein deutscher Verlag. Sein letztes Buch "Was man für Geld nicht kaufen kann. Die moralischen Grenzen des Marktes“ (2012) war ein internationaler Bestseller. Trotzdem bleibt die Frage: Müssen wir ihm wirklich zuhören?

Um die Antwort vorwegzunehmen: Wären wir US-Amerikaner, dann sicher. Als Europäer eigentlich nur, wenn wir verstehen wollen, wie die Amerikaner ticken und warum sie so große Schwierigkeiten mit Begriffen wie "Wohlfahrtsstaat“ oder "soziale Marktwirtschaft“ haben.

Sandel handelt in seinem neuen Buch die Gerechtigkeitsmodelle des Utilitarismus, des Libertarianismus (also etwa Neo-Liberalismus), den kategorischen Imperativ Kants, das gemäßigt libertäre Modell des zeitgenössischen


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