Flaschenpost aus dem 20. Jahrhundert

Robert Misik | Sachbuch | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Soziologie: Pierre Bourdieus Schriften zur Politik sind auch elf Jahre nach seinem Tod noch aktuell

Als Pierre Bourdieu vor knapp elf Jahren starb, war er ein kämpferischer linker Intellektueller, der es in seinen letzten Lebensjahren verstand, Netze sozialer Protestgruppen zu etablieren, deren Fäden bis heute noch Bestand haben.

Darüber hinaus und vor allem war er aber der vielleicht einflussreichste Soziologe seiner Zeit. Begriffe und Konzepte, die Bourdieu in seiner jahrzehntelangen Arbeit entwickelte, sind beinahe zu geflügelten Worten geworden: Begriffe wie "soziales Kapital“ oder "kulturelles Kapital“, "Distinktionsgewinn“ oder "Habitus“ werden heute in Proseminaren oder in Feuilletons auch von Menschen benutzt, die von Bourdieu noch nie eine Zeile gelesen haben.

Wirkmacht und Vergessen

Aber gerade diese Wirkmächtigkeit ließ Bourdieu auch schnell in Vergessenheit geraten. An einem, der zwischen den 1960er- und 1990er-Jahren die Debatten seines Fachs und die linken Diskurse

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