Säuberungsinstrument Weltuntergang

Sachbuch | Sebastian Kiefer | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Religionsgeschichte: Elaine Pagels beschreibt, wie die Apokalypse des Johannes zur Waffe der Kirche wurde

Siehst du diese großen Bauten? Nicht ein Stein wird auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.“ Die vom Evangelisten Markus (13,1) überlieferte berühmte Prophezeiung der Zerstörung Jerusalems und seines Tempels musste imponieren, nachdem die Römer unter Kaiser Titus 70 n. Chr. Jerusalem und den Tempel tatsächlich verwüstet hatten.

Diese Worte waren Jesus vom Evangelisten erst nach Ende des Jüdischen Krieges in den Mund gelegt worden. Aber sie klangen so staunenswert, dass viele Zeitgenossen schon ihretwegen auch die anderen Prophezeiungen Jesu für wahr halten mochten, etwa, dass Kriege den "Anfang der Geburtswehen des Messias“ markieren, dass Juden Verfolgung erleiden würden und der "Menschensohn“, also er selbst, erst dann machtvoll zurückkehren und das Volk Israel wieder erheben und mit seinen Feinden abrechnen würde (Mk 13,7-19).

Kosmischer Krieg

Unter jenen,


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