Krieg in den Wüsten, Stille auf den Ozeanen

Sachbuch | Maik Novotny | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Reisen: Navid Kermani und Franz Hammerbacher reisen - und vermitteln entgegengesetzte Erfahrungen

Anschläge, Vertreibungen, Angst als Dauerzustand: Reisen in den Nahen und Mittleren Osten von heute sind Reisen in Ausnahmezustände, die Normalzustände geworden sind und Kriegszustände, die oft nicht wie solche aussehen.

"Ausnahmezustand“ heißt folgerichtig der Band mit Reportagen aus Krisengebieten, die der Kölner Autor und Orientalist Navid Kermani in den letzten Jahren unternommen hat. Von Kairo bis Kaschmir spricht er mit denen, die betroffen sind, und gibt den Konflikten ein Gesicht.

So wird das, was in den Nachrichten als Fronten zwischen "wir“ und "sie“ erscheint, faszinierend komplex - wenn etwa in Kaschmir alle Beteiligten dieselbe Friedenslösung favorisieren, diese aber in der seit Jahrzehnten festgefahrenen Situation nicht möglich ist.

Es sind Regionen, in denen sich Religion und Politik vermischen, in denen die Prediger von heute die gemeinsamen religiösen Wurzeln von


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