French Kiss, Mischtrommel oder Pinsel?

Sachbuch | Julia Kospach | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Lebenskunst: Alexandre Lacroix hat einen so lehrreichen wie verspielten Essay über das Küssen geschrieben

Was ist er denn nun, der Kuss? Ist er "Probe oder Entwurf eines künftigen Geschlechtsverkehrs“? Ist er "ein Test“ oder "ein gezügelter Biss“? Handelt es sich beim Küssen um "eine Kunst des Erstickens“ oder gar um einen "Hemmschuh für den Vormarsch der Moderne“, wie Voltaire glaubte?

Eines weiß man mit Gewissheit, wenn man den "Kleinen Versuch über das Küssen“ des französischen Philosophen Alexandre Lacroix, Jahrgang 1975, gelesen hat: Der Kuss, dessen Ursprünge im Dunkeln liegen, hat - wiewohl durchaus keine universelle Praktik und in vielen Weltgegenden völlig unbekannt - die Zeiten überdauert.

Nicht, dass das Küssen nur Freunde hätte. Der Autor selbst hegt eingangs keinen Zweifel daran, dass man "problemlos sein Leben mit jemandem teilen“ könne, "der schlecht küsst“, und deklariert sich als jemand, dem die eigentlich so schlichte Geste des Küssens einigermaßen


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