Aufopfern bis zum letzten Atemzug?

Alfred Pfoser | Sachbuch | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Geschichte: Holger Afflerbach betrachtet die Geschichte der Kriege von ihrem Ende her: der Niederlage

Das wohl bekannteste altgriechische Distichon stammt von Simonides von Keos und soll auf einem Gedenkstein eingraviert gewesen sein. Friedrich Schiller hat übersetzt: "Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest / Uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.“

Generationen von Schülern haben in unseren Gymnasien den Spruch auswendig gelernt. Sie sollten wissen, was sich auf dem "Feld der Ehre“ gehört. Die Spartaner haben anno 480 v. Chr. bei der Verteidigung der Thermopylen gegen die Perser vorexerziert, was auch im Ersten und Zweiten Weltkrieg als Grundregel gelten sollte: Aufopferung bis zum letzten Atemzug, der Tod für das Vaterland als höchstes aller Güter.

Aber was tun, wenn das nicht funktioniert, wenn Soldaten verletzt und dann gefangen genommen werden? Oder wenn sich eine Truppe in auswegloser Lage befindet und solchermaßen nur noch ein kollektiver

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