Ein Tier unter Tieren oder Zoologie und Zivilisation

Sachbuch | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 11/13 vom 13.03.2013

Zoologie: Zwei Bücher betrachten das Verhältnis von Menschen und Tieren und ihr Zusammenleben in der Stadt

Das Philosophicum Lech, das jährliche Symposium am Arlberg, tagte 2012 zum Thema "Tiere. Der Mensch und seine Natur“. Im Unterschied zu Edward Wilson (siehe Rezension S. 40), der in seinem Opus magnum "Die soziale Eroberung der Erde“ versucht, die tierische Natur des Menschen zu erklären und sich dabei in subjektiver Empirie verliert, funkelt die Parade der nun in Buchform versammelten Experten verheißungsvoll.

Vielleicht kann an der herkulischen Aufgabe, das Wesen des Menschen zu beschreiben, ein Einzelner nur scheitern. In der Diversität der Zugänge vieler zu den Bedingungen des Menschseins beginnt man jedenfalls die Bäume im Wald zu erkennen.

Dieser Sammelband bietet mehr als die Pflichtübung einer Tagungsdokumentation. Die sprachliche Brillanz professioneller Denker und die Tiefe der Ausführungen fordern durchaus. An Reinhard Brandts "Können sich Tiere widersprechen?“


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